Kategorie Verwertungsbörse - Bewertungsrichtlinien

10.07.2008 11:38

Der Verwertungsprozess und seine Richtlinien. Auftraggeber welche uns neben den Verwertungsmassen aus Insolvenzversteigerungen der Condepot Industrieverwertung GmbH, mobiles Anlagegut zur Veräußerung anbieten, fragen uns häufig nach Bewertungsrichtlinien.

Da häufiger der Marktwert als unsubstantivierter Wert angesetzt wird, haben wir es uns zur Pflicht gemacht, in der Zukunft bei der Bewertung von Sicherheiten bzw. Anlagegütern (Kraftfahrzeuge), uns nach dem Zerschlagungswert zu richten. Als Zerschlagungswert beziffert der BGH, den voraussichtlichen Erlös eines Sicherungsmittels in der Zwangsversteigerung (vgl. BGH, WM 1995, 1264; BHG, WM 1978, 234, 237; Schimansky/Bunte/Lowski, Band II §90 Rn. 310; Kümpel, Bank- und Kapitalmarktrecht, Rn. 2.717). Der BHG akzeptiert dementsprechend als Regelfall, insoweit Händlereinkaufswerte, die sich sowohl von der DAT oder Schwacke-Liste angesetzt werden. Verwertungserlöse, die in einem Gutachten aufgenommen werden, können dann erzielt werden, wenn zwischen der Gutachtenerstellung und der Verwertung ein Zeitraum von nicht unter drei Monaten vorliegt. Das gleiche gilt bei Verwertungen von Baumaschinen und baumaschinenähnlichen technischen Anlagen.

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Alle anderen Maschinen und Einrichtungen wertet der Markt.
Das bedeutet insbesondere, dass technische Anlagen wie Kopierer, Fernsehgeräte, Videorecorder und Computer, den höchsten Wertverlust nach sich ziehen, bedingt durch die ständige Erweiterung der Technologie- und Medienforschung und gehen weiter über fest eingebaute Möbel bis hin zu Küchen, Schrankwände und Beistelltische.
Diese wiederum unterliegen dem Wertverlust der eventuell eintretenden Transportschäden und müssen als Gesamtpaket betrachtet werden. Soweit natürlich die Möglichkeit besteht, in der Verwertung diese Gesamtpakete zu zerstückeln, bzw. einzeln an Interessenten weiterzuleiten, können Marktpreise mindestens von ca. 30 % des Netto-Neuwertes zum Ansatz gebracht werden.

Industriemaschinen und Produktionsanlagen bilden dann die letzte Kette der Verwertung und können nur als Pakete in Umlauf gebracht werden, da sich hier die Verwertung insbesondere nach dem steigenden bzw. fallenden Produkt des Industriezweiges richtet, bzw. sich die Bewertung solcher Industrieanlagen als unterste Grenze auf den Buchwert begrenzt.
Dabei ist die Bewertung der Industrieanlagen vorsichtig vorzunehmen, da die europäische Monopolstellung der Industriemaschinenhersteller begrenzt ist und somit Anfragen an Industriemaschinenhersteller immer mit dem Risiko verbunden sind, dass diese in einer sogenannten „Schwarzen Liste“ akribisch geführt werden, um die Monopolstellung nicht aufgeben zu müssen.

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Presseabteilung
Thomas Reichelt
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