Hämmern, Bohren, Sägen - Die Saison für Heimwerker ist eröffnet

09.12.2013 13:06

Die Gartenarbeit ist weitgehend getan und Chillen und Grillen im Freien sind erst wieder im nächsten Jahr angesagt. Langeweile ist trotzdem nicht zu befürchten. Denn jetzt schlägt die Stunde der Heimwerker!

Im Sommer verlagert sich das Leben für viele Menschen von drinnen nach draußen: Urlaub, Schwimmbad, Grillfeste, lange Sommernächte im Freien, ob im Garten oder auf dem Balkon. Manche kleinere Reparatur, die in Haus oder Wohnung angefallen ist, ist auf die Zeit nach dem Sommer verschoben worden. Jetzt ist sie da. Die Übergangszeit zwischen Herbst und Weihnachtszeit ist ein idealer Zeitpunkt, um Haus oder Wohnung zu verschönern oder notwendige Reparaturarbeiten in Angriff zu nehmen. Das Wandschränkchen für die kleine Ecke im Bad, ein zusätzlicher Handtuchhalter, eine neue Mischbatterie für das Spülbecken in der Küche. Die originalverpackten neuen Regale können jetzt endlich im Kinderzimmer angedübelt werden, die neue Lampe kann jetzt endlich im Wohnzimmer leuchten und im Keller steht ja auch noch ein altes Beistelltischchen von Oma. Abgeschliffen und mit einem neuen Anstrich versehen, wäre das vielleicht sogar ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Es gibt heute im handwerklichen Bereich kaum noch etwas, das man nicht in Eigenregie leisten könnte - ein wenig Geschick und Kreativität vorausgesetzt. Wer beruflich selbst Handwerker ist, wird in der Regel die meisten in Haus und Wohnung anfallenden Reparaturarbeiten selbst übernehmen können. Amateurhandwerker neigen mitunter dazu, die eigenen handwerklichen Fähigkeiten zu überschätzen. Erste Regel beim Heimwerkern: Mit kleinen und überschaubaren Projekten anfangen und dann Schritt für Schritt mit den Aufgaben wachsen.

Hier querbeet einige hilfreiche Tipps rund ums Heimwerkern:
Überlegen Sie vorab, ob Sie alle Arbeiten komplett selbst durchführen wollen oder ob es sinnvoll ist, bestimmte Vor- oder Nacharbeiten an den Fachmann zu delegieren. Bei aller Liebe zum Do-it-yourself sollten zwei Bereiche für Amateur-Heimwerker tabu sein und bleiben: Elektroarbeiten und Arbeiten am Heizsystem. Wenn hier ein Fehler unterläuft, ist das nicht nur ärgerlich, sondern kann sehr schnell gefährlich werden. Deswegen gilt in diesen Fällen: Finger weg und den Fachmann rufen. Ansonsten sind dem handwerklichen Heimwerker-Enthusiasmus kaum Grenzen gesetzt.

Wer einen eigenen Werkstattraum hat oder einen Teil der Garage als Werkstatt nutzt, kann auch vorbereitende Tätigkeiten - wie z.B. das Zuschneiden von Brettern - selbst übernehmen. Je komfortabler die technische Ausstattung, desto vielfältiger sind die Möglichkeiten. Immer vorausgesetzt, dass man (oder frau) das technische Gerät auch beherrscht. Sicher findet sich auch im Freundes- oder Bekanntenkreis ein bereits erfahrener Handwerker, der bei den ersten Schritten mit Rat und Tat zur Seite steht.

Gute Planung ist alles. Tapeten, Kleister, Bretter, Fliesen, Farbe - planen Sie Ihre Vorhaben und den Materialbedarf realistisch, aber nicht zu knapp. Nichts ist ärgerlich als wenn die Arbeit immer wieder unterbrochen werden muss, weil etwas fehlt. Planen Sie auch bei der Zeit, die Sie veranschlagen, ruhig etwas großzügiger. Sie wollen ja keinen Wettbewerb gewinnen, sondern auch Spaß bei der Arbeit haben.

Überprüfen Sie, bevor Sie loslegen, Ihren Werkzeugbestand. Hammer, Schraubenzieher, Kreuzschlitzer, Zangen in unterschiedlichen Größen, eine Auswahl an Dübeln, Bohreinsätze in unterschiedliche Größen und für verschiedene Materialien, Sägeblätter usw. Wenn etwas fehlt - am besten gleich ersetzen. Unentbehrlich für jeden Heimwerker: Ein übersichtlicher Werkzeugkasten, in dem jedes Werkzeug seinen festen Platz hat. Hier im Shop finden Sie eine reiche Auswahl.

Tapezieren zählt zu den handwerklichen Tätigkeiten, die mit am häufigstem selbst in Angriff genommen werden. Tapezieren kann jeder - zumindest dann, wenn es sich um gerade Flächen handelt und wenn der Hobby-Handwerker sich an ein paar Regeln hält.

Auch wenn es Mühe macht und mitunter aufwändig ist: Vor dem Tapezieren den Untergrund gut vorbereiten, das heißt: alte Tapetenreste sauber entfernen, unebenen Untergrund abschleifen und ggf. mit so genannter Streichmakulatur vorstreichen.

Fehler beim Tapezieren entstehen am häufigsten durch falsch verwendeten Kleister. Grundregel: Kleister rechtzeitig anrühren und quellen lassen. Unbedingt das Mischungsverhältnis auf der Kleisterpackung beachten. Im Zweifelsfall sollte der Kleister lieber zu dick als zu dünn sein. Wichtig: Auch dicken Kleister immer dünn und gleichmäßig auftragen - wenn die Tapete zu viel Kleister aufsaugt, reißt sie leicht.

Ein Elektrobohrer gehört heute zur handwerklichen Grundausstattung in jedem Haushalt. Moderne Geräte sind unkompliziert und sicher zu handhaben. Für wenig geübte Heimwerker sind gerade Bohrlöcher mitunter ein Problem. Zunächst die Stellen, an denen die Löcher gebohrt werden sollen, mit einem Bleistift markieren. Abstände noch einmal nachmessen und - am besten mit einer Wasserwaage - den richtigen Stand noch einmal kontrollieren. Damit das Bohrloch gerade wird, muss der Bohrer möglichst exakt im 90 Grad Winkel aufgesetzt werden. Die markierte Stelle wird am besten zunächst "angekörnt", das heißt mit Hammer und Nagel oder mit einem deutlich kleineren Bohrer vorgebohrt. Dann sollte eigentlich nichts schief gehen.

Apropos Bohren: Bevor Sie den Bohrer ansetzen, vorab unbedingt noch einmal checken, wo Leitungen und Rohre verlaufen. Auch erfahrene Handwerker haben da schon böse Überraschungen erlebt. Gerade in älteren Häusern laufen die Leitungen nicht immer da, wo man sie vermutet.

Alle Fragen geklärt? Dann gibt's jetzt nur noch eins: Einfach loslegen!
Übrigens: Es gibt kaum einen Hobby-Handwerker, der nicht noch mehr Werkzeug gebrauchen kann. Auch als Weihnachtsgeschenk sind Hammer, Bohrer, Zange und Co. willkommen. Schauen Sie sich doch einfach einmal bei uns im Shop um!