Frühling - Zeit zum Pflanzen umtopfen

01.04.2014 11:52
Pflanzen brauchen nicht nur Wasser, Licht und Luft, denn gerade wenn es sich um Topfpflanzen handelt, dann ist es in der Gartensaison wichtig, die Pflanzen auch einmal umzutopfen. Gerade die Pflanzen die in einem Topf gehalten werden, brauchen diese Pflege, die in gewissen regelmäßigen Abständen vorgenommen werden sollte. Nicht selten ist der Topf zu klein für eine Topfpflanze und daraufhin kann sich eine Pflanze nicht richtig entwickeln. Auch die Blumenerde ist mit der Zeit völlig ausgezehrt und bietet der Pflanze nicht mehr den nötigen Nährboden. Topf und Erde spielen die Hauptrolle beim Gedeihen der Topfpflanzen, dabei ist es auch gleich, um welche Pflanzengröße und Pflanzenart es sich handelt. Zudem bieten neue Gefäße, Töpfe und Kübel eine schönere Optik, denn über die Jahre werden diese Behältnisse einfach unansehnlich.
Diese Arbeiten gehören einfach zur Saison im Garten und gerade im Frühjahr sollte man diese Arbeit erledigen, denn jetzt beginnt bei zunehmenden Temperaturen und besseren Lichtverhältnissen, bei bestimmten Pflanzenarten das Wachstum. Die Arbeit beim Umtopfen ist an sich eine leichte Tätigkeit und wenn man sich einigermaßen vorbereitet, ist diese Arbeit schnell erledigt. Zunächst sollte man sich die nötigen neuen und größeren Blumengefäße besorgen und natürlich neue Blumenerde. Für die Pflanzen bedeutet diese Arbeit aber etwas Stress, der nach kurzer Zeit durch kraftvollen Wuchs abgelöst wird.

Man sollte sich merken, dass der Zeitpunkt für ein Umtopfen in der Regel mindestens alle zwei Jahre sein sollte. Natürlich wachsen manche Pflanzen auch schneller und man merkt es, wenn der Topf oder der Kübel zu klein ist. Manche Pflanzen zeigen dann einige braune Blätter oder wollen nicht mehr recht wachsen. Ein weiteres Merkmal bei Zimmer- und Kübelpflanzen ist, wenn der Kübel oder der Topf keine Standfestigkeit mehr zeigt, weil die Pflanze wegen ihrer Größe so schwer ist, dass der Topf wackelt. Dann ist natürlich der Zeitpunkt erreicht und man sollte handeln. Der richtige Zeitpunkt ist auch erkennbar, wenn das Wurzelwerk sich Platz am Entwässerungsloch oder über den Topf hinaus gesucht hat.

Kübelpflanzen im Außenbereich haben im Winterhalbjahr eine Wachstumspause und jetzt im Frühjahr beginnt die Wachstumsperiode, dass ist der richtige Zeitpunkt für den neuen Topf. Der neue Topf sorgt für eine neue saubere Umgebung und die neue Erde bietet der Pflanze neue Nährstoffe und natürlich wird auch ein größeres Platzangebot geschaffen. Die Pflanzen werden es mit einem sehr guten Wachstum danken und es wird sich eine regelrechte Pflanzenpracht nach dieser Arbeit zeigen. Die neue Wachstumsperiode wird mit diesem Umtopfen natürlich auch besser erreicht und eingeleitet.

Ist man sich in der Gartensaison bei seinen Pflanzen wegen der verschiedenen Perioden des Wachstums nicht sicher, dann kann man auch nach der entsprechenden Blüte der Pflanzen wählen. Wenn die Pflanze über Blüten verfügt, ist nach der Blütezeit die Wachstumsruhe angesagt, dann ruht die Vegetation bei einer Kübelpflanze und dann kann man umtopfen.

Wie bereits gesagt, sollte man sich auf das richtige Umtopfen von Kübel und Topfpflanzen vorbereiten. Bevor man umtopft sollte man die entsprechenden Pflanzen ausgiebig mit Wasser versorgen und alle Töpfe und Kübel noch einmal richtig ausgiebig gießen. Dieses Gießen und die feuchte Erde haben den Effekt, dass sich die Pflanzen besser beim Umtopfen aus dem Kübel oder Topf nehmen lassen. Zudem löst sich die verbrauchte Erde auch besser vom Ballen der Wurzel und erspart das Abklopfen dieser Erde. Feuchte Blumenerde ist kompakter und verursacht dann auch leichteres Arbeiten. Es stellt sich auch die Frage, welche Art von Kübel- oder Topfpflanzen man hat, ist vielleicht alles auf Hydrokultur umgestellt. Dazu benötigt man das entsprechende Substrat, den speziellen Blähton zum Umtopfen.

Dies ist aber genauso wie bei den Kübel- und Topfpflanzen mit entsprechender Blumenerde. Beim Kauf der neuen Gefäße, der Kübel und Töpfe sollte man beachten, dass diese Gefäße mindestens ein 2 cm größeres Volumen haben, wie die vorherigen Töpfe oder der entsprechende Ballen der Wurzel. Der neue Topf braucht eine Entwässerung, denn beim Gießen kann oft auch übergossen werden und so ist es wichtig, dass dieses überflüssige Wasser entweichen kann. Beim eigentlichen Umtopfen sollte man auch jetzt gleich die Gelegenheit nutzen und die Wurzeln entsprechend zu beschneiden. Man sollte sich seinen Arbeitsplatz mit alten Zeitungen abdecken und dann beginnen. Die alten Zeitungen dienen als Schmutzunterlage und am Ende auch dazu gleich die alte Blumenerde oder das verbrauchte Substrat zu entsorgen.

Beim Umtopfen geht es jetzt daran, die Pflanze unbeschadet aus dem Gefäß zu bekommen. Wenn es sich um kleinere Pflanzen handelt, dann dreht man einfach den Topf herum und hält die Pflanze am Übergang zwischen Erde und Stengel fest, so geht es ganz leicht und man hat den Wurzelballen schon zur Ansicht. Ein leichtes Klopfen oder Schlagen am Topfboden oder Gefäßboden hilft auch in den meisten Fällen die Pflanze aus dem Gefäß zu bekommen. Bei Kunststofftöpfen kann man auch vorsichtig mit einem flachen Messer nachhelfen. Zudem wenn man seine Töpfe ersetzen will, kann man sorgloser vorgehen und braucht auch nicht zu befürchten, dass etwas unnötig beschädigt wird.

Hat man die Pflanzen aus dem Blumengefäß heraus, geht es nun daran mit einer sauberen Gartenschere die Wurzel einzukürzen. Dieses Einkürzen ist sehr wichtig, denn altes abgestorbenes Wurzelwerk bremst die Pflanze im Wachstum und dieses Beschneiden schafft auch neuen Platz für neue Wurzeltriebe, die für prachtvolle neue Pflanzentriebe sorgen.

Hat man dies erledigt, geht es jetzt wieder ans Eintopfen in die neuen Gefäße. Man sollte hier eine Drainageschicht schaffen, die entweder aus Styroporkugeln oder etwa einer dünnen lockeren Blätonschicht besteht. Das Entwässerungsloch sollte man mit einem kleinen Stein oder einer Tonscherbe abdecken, damit zwar überschüssiges Gießwasser abfließen kann, aber die Blumenerde nicht beim Gießen mit aus dem Loch gespült wird. Die Erde oder das entsprechende Substrat sollte man leicht andrücken, aber nicht zu sehr verdichten, denn die Pflanze braucht lockeren Boden um neu zu gedeihen. Dann noch alles angießen und sich über den Anblick der neuen Töpfe und Gefäße freuen.


Presseabteilung
Thomas Reichelt