Den Garten im Herbst genießen und auf den Winter vorbereiten

14.10.2013 14:35
Der Blick aus dem Fenster lässt keinen Zweifel offen: Der Sommer ist für dieses Jahr vorbei und der Herbst zeigt bereits deutliche Vorboten. In einigen Lagen hat die Weinlese bereits begonnen. In den heimischen Gärten hängen noch Pflaumen, Äpfel und Birnen an den Bäumen. Der Garten ist bereits in die typischen Herbstfarben - lila, orange, tief gelb, bordeaux - getaucht. Astern, Anemonen, Chrysanthemen blühen, Mehrfachblüher wie Rosen und Storchschnabel zeigen noch einmal letzte Blüten. Bald kann es nachts schon den ersten Bodenfrost geben. Wenn die letzten Früchte geerntet sind, spätestens Ende Oktober, wird es Zeit den Garten winterfest zu machen. Wir haben einige Tipps für sie zusammengestellt.

In der kalten Jahreszeit nimmt sich die Natur ihre wohlverdiente Ruhepause. Mehrjährige Pflanzen und Stauden werden zurückgeschnitten, damit sie regenerieren können. Stängel nicht zu tief abschneiden, damit nützliche Insekten auch im Winter Schutz finden. Einjährige Pflanzen werden komplett aus der Erde genommen, und kompostiert. Auch Hecken und Rasen werden noch einmal gründlich geschnitten.
Mit dem entsprechenden Gartengerät können auch unerfahrene Gärtner diese Tätigkeiten leicht selbst übernehmen. Nützlich sind z.B. unterschiedliche Gartenscheren und handliche Sägen, die sie in vielfältiger Auswahl hier in unserem Onlineshop finden. Größere Schneidearbeiten - z.B. an Bäumen - sollte man im Zweifelsfall lieber den Experten überlassen.
Auch mehrjährige Kübelpflanzen beziehen jetzt ihr Winterquartier, das natürlich frostfrei sein sollte. Die meisten Pflanzen überwintern gerne an einem kühlen, nicht zu hellen, aber auch nicht vollständig dunklen Ort. Mit dem Umtopfen der Pflanzen sollte man besser warten bis die Tage Anfang des neuen Jahres wieder länger werden.
Spezielle Vorkehrungen benötigen Rosenstöcke. Die Rose wird zunächst fachgerecht zurückgeschnitten, besonders praktisch ist hier eine spezielle Rosenschere. Rechtzeitig vor dem ersten Frost wird rund um die Wurzel die Erde ein paar Zentimeter hoch an gehäufelt. Wenn es im Winter sehr kalt wird oder die Rosen in freier Lage stehen, ist es sinnvoll, das Erdreich rund um die Rose herum zusätzlich mit Tannenzweigen abzudecken. Kletterrosen werden nur sehr sparsam zurückgeschnitten, deshalb sind sie im Winter besonders gefährdet. Wer auf Nummer Sicher gehen will "verpackt" die Rose z.B. mit Jutematerialien oder Folie, die locker um das Geäst gelegt und verschnürt werden.

Denkbar einfach ist die Wintervorbereitung der abgeernteten Gemüsebeete. Das Erdreich wird lediglich grob umgegraben, Gründünger kann als Schutz vor harten Frösten dienen und Kleintieren Schutz bieten. Erst im Frühjahr werden die Beete fein umgegraben und geharkt und für die Ernte vorbereitet.
Besondere Pflege benötigt im Herbst der Gartenteich. Dabei geht es vor allem darum, dafür zu sorgen, dass die Fische im Teich während der Frostmonate mit ausreichend Sauerstoff versorgt sind. Teichpflanzen sinken im Winter auf den Teichboden, organische Materialien - wie Pflanzenreste, Blätter - ebenfalls. Die Teichpflanzen überwintern, die organischen Materialien zersetzen sich und verbrauchen dabei Sauerstoff. Eine gewisse Menge verkraftet der Teich, allzu viel ist ungesund. Deswegen vor dem Winter zu üppig gewachsene Pflanzen entfernen, Blätter die auf den Teich fallen unbedingt abschöpfen bzw. den Teich vorher bereits mit einem Netz schützen. Gräser und Schilfrohre am und im Teich werden zurückgeschnitten. Achtung: Bitte ca. zwanzig Zentimeter hoch stehen lassen. Gräser und Schilf bilden eine Art Pipeline in den See und versorgen die Teichbewohner auch bei Frost mit Sauerstoff.
Bei den herbstlichen Gartenarbeiten fällt auch im kleinen Garten eine erhebliche Menge an Schnittgut an. Wer im Garten keine eigene Kompostieranlage hat, benötigt Kisten und Kasten für den Abtransport. Stapelbare Kisten - wie hier im Onlineshop erhältlich - sind dabei besonders praktisch und vielseitig verwendbar. Tipp: Wer nicht weiß wohin mit dem Grünabfall - In fast allen Gemeinden und Stadtteilen gibt es heute Wertstoffhöfe, zu denen der Gartenabfall zu festgelegten Zeiten verbracht werden kann.

Für alle Baumbesitzer sind die Laubmengen in jedem Herbst eine große Herausforderung. Die bunte Pracht muss, sobald sie auf dem Boden gelandet ist, entsorgt werden. Unter den Bäumen selbst kann das Laub im Übrigen ruhig bleiben und bildet dort eine schützende Mulch Schicht. Blätter auf dem Rasen sollten jedoch immer zusammengerecht und kompostiert werden. Vergessen Sie nicht den einen oder anderen Laub Berg - zusammen mit kleineren Zweigen und Ästen - aufzuhäufeln. Vielleicht findet sich ein Igel ein, der hier seinen Winterschlaf hält.
In fast jedem Garten haben sich während der Sommerzeit eine Menge Gerätschaften angesammelt. Die Gartenwerkzeuge stehen in der Regel griffbereit in einer geschützten Ecke. Gießkannen, Blumentöpfe, Blumenkästen und Spielgeräte. In manchem Garten findet sich eine Tischtennisplatte, ein Trampolin oder ein kleines Schwimmbecken. Gartenstühle und Gartentische hatten ihren festen Platz ebenso wie Windlichter und Lichterketten. Nutzen Sie einen schönen Herbsttag, um ihre Gerätschaften einzusammeln und vor dem Einwintern noch einmal gründlich zu säubern. Erdreste von Rechen und Spaten abklopfen und abbürsten, Stühle und Tische abreiben und zusammen mit den Sitzpolstern verpacken. Auch hier können stapelbare Kisten und Kasten gute Dienste leisten.

Bei Blumenkästen und Blumenkübeln ist gründliche Reinigung besonders wichtig, damit mögliche Schädlinge und Bakterien nicht in die neue Saison mit hinüber geschleppt werden.. Auch im Winter sind schneebedeckte Töpfe, die dekorativ und ordentlich in einer Ecke gestapelt sind, ein attraktiver Blickfang. Aber Achtung: Ton- und Terrakotta Töpfe dürfen nur dann draußen überwintern, wenn sie ausdrücklich frostfest sind, sonst bekommen sie Risse. Im Zweifelsfall lieber geschützt im Keller oder der Garage aufbewahren.

Motorbetriebene Geräte - wie Heckenschere oder Rasenmäher - werden vor dem Winter noch einmal gründlich inspiziert und gewartet, am besten beim Fachhändler. Nichts ist ärgerlicher als beim ersten Rasenmähen im Frühjahr nicht gleich startklar zu sein. Vergessen Sie nicht, den Gartenschlauch zu entleeren und einzupacken. Auch der Außenwasserhahn sollte gegen Frost geschützt werden. Sicher ist sicher!

Jetzt kann der Winter kommen - und auch ein friedlicher Wintergarten hat viele Schönheiten zu bieten und entfaltet einen ganz eigenen Reiz. Beim Blick aus dem Fenster können Sie schon einmal fürs nächste Frühjahr planen. Wie wäre es z.B. mit neuen Übertöpfen für Ihre Kübelpflanzen? Oder Sie benötigen eine neue Heckenschere, einen Spaten oder möchten den porös gewordenen Wasserschlauch ersetzen? Vielleicht haben Sie schon einmal über ein Bewässerungssystem nachgedacht? Bei uns hier im Shop finden Sie eine Fülle von Anregungen und eine bunte Auswahl.

Zusatztipp:

Der Herbst ist nicht nur Aufräum-, sondern auch Pflanzzeit. Jetzt kann bereits fürs nächste Frühjahr geplant werden. Wer z.B. Lücken in seinen Staudenbeeten entdeckt hat, sollte sie jetzt noch schließen. Viele Staudenpflanzen werden nämlich am besten im Oktober und November gepflanzt, so können sie sich gleich die notwendige Winterhärte holen und im nächsten Frühjahr bereits frühzeitig ihren jährlichen Wachstumsrhythmus aufnehmen. Bei hartem und langandauerndem Frost werden junge - ebenso wie ältere - Staudenpflanzen mit Reisig oder Stroh abgedeckt. Bei unempfindlichen oder nicht so dicht bewachsenen Beeten ist auch Rinden Mulch eine schützende und hübsch anzusehende Alternative.
Auch Blumenzwiebeln gehören jetzt noch in die Erde, so können Sie sich vielleicht schon im März an ersten Krokussen und dann auch bald blühenden Tulpen und Narzissen im Garten erfreuen. Der späte Herbst ist außerdem eine gute Pflanzzeit für Obstbäume und Sträucher. Bis in den späten November hinein kann gepflanzt werden, wenn der Boden noch frostfrei ist. Bei den jungen Baumstämmen bitte nicht vergessen, am unteren Teil des Stamms Manschetten anzubringen, um die Rinde vor Nagetieren zu schützen.

Presseabteilung
Thomas Reichelt